milktea bliss

Das Verhalten der Großstädter im Supermarktdschungel.

“Gebrauchsanweisung für Konsumenten” oder machen sich Menschen das Leben schwer um sich dann darüber beschweren zu können?

Fast 10 Jahre arbeite ich jetzt mehr oder weniger, Voll oder Teilzeit in größeren und kleineren Läden. Kaum zu glauben ist es, dass die Menschen überall gleich sind. Überall machen sich die Kunden das Einkaufen täglich zu einem Höllentrip für den es nur einen Schuldigen geben kann, die Dame hinterm Tresen.
Mehrere Beschwerden über Mitarbeiter am Tag sind für mich keine Seltenheit und ganz selten verstehe ich die Aufregung des Kunden und viel mehr den meiner Kollegen. Warum machen es sich die Kunden selbst schwer?


Supermarkt in den 50ern von Roadsidepictures

? Kassen sind zum Zahlen da und Mülleimer für Müll

Eine Kasse ist kein Mülleimer oder eine Garage. Keiner würde auf die Idee kommen auf eine fremde Türmatte einer Wohnung seinen Müll abzustellen, aber eine Kasse muss in dieser Hinsicht einiges aushalten. Je nach Tageszeit ist sie nämlich Mülleimer für Pappbecher der örtlichen Bäckerei, Umschlagplatz für Essenverpackungen oder leere Eisbecher des nahe gelegenen Eissalons. Keiner würde auf die Idee kommen mal einen vollen Eisbecher vorbei zu bringen. Auch Verpackungen der gerade gekauften Artikel sind ein beliebter Dekorationsgegenstand oder Kassenbons die man nicht haben möchte. Man müsste ja auch einfach nur sagen, dass man sie nicht braucht.
Auch Regenschirmständer sind beliebte Mülleimer. Um den Müll zu dezimieren habe ich als erstes probiert ein Schild an den Schirmständer zu bringen auf dem Regenschirm stand, danach ein Regenschirm aufgemalt war und danach einen Schirm hinein platziert. Selbst die Tatsache, dass in dem Schirmständer ein Schirm steht, bedeutet für Kunden scheinbar Mülleimer.

? Zauberworte lassen Magie entstehen und Gespräche beenden

Ich stehe in einer Drogerie in der Schlange an der Kasse. Vor mir eine Mutter und ihr Kind im Einkaufswagen. “kleines Sackerl” schreit das Kind. “Wie heisst das Zauberwort? … Biiittee” rügt die Mutter. Die Dame an der Kasse fragt “Ein Sackerl dazu” – Die Mutter “JA”. Aber wo bleibt denn das Bitte das sie ihrem Kind vor 2 Sekunden noch unbedingt aufdrängen wollte.
Ja, bitte und Nein, danke?. Nicht nur wenn etwas angeboten wird, sondern auch wenn der Kunde etwas möchte. Schutzlos mitten im Gang wird auf einen eingestürmt “WO HABEN SIE XYZ!” Zu viel Zeit würde ein “Entschuldigen Sie bitte” beanspruchen. Und wenn die Verkäuferin sich dann entschieden hat endlich zu reagieren, weil sie doch etwas perplex von dem plötzlichen lauten Angriff war und den Artikelstandort beschrieben hat, ist ein “Danke” natürlich nicht die erste Wahl. “OK”, “JA”, “WO?” sind die beliebtesten Antworten auf eine Hilfestellung.
Allerdings ist es durchaus üblich eine Verkäuferin mit Danke zum Schweigen zu bringen. Fragt man nämlich nach einem Artikel und die Auswahl ist groß, dann gibt es doch ab und an mal eine Verkäuferin die es sich erlaubt zu beschreiben worin sich die Artikel unterscheiden. “DANKE” in einem unangenehmen Ton, zeigt der Verkäuferin hier, dass Beratung unerwünscht ist. Allerdings verwette ich mein linkes Ohr, dass besagte Kundin genau dann eine Beratung will, wenn sie keine bekommt.

? Am Aussehen misst man keine Kompetenz

Sie benutzen keine Wimperntusche also können Sie mir auch keine empfehlen.
Die Tatsache das ich bei einer Beratung für eine Wimperntusche keine Wimperntusche getragen habe bedeutete, dass ich keine Wimperntusche empfehlen kann. Das ich selbst zu Hause 10 verschiedene Wimperntuschen habe bedeutet in dem Fall nichts, denn mein Aussehen zeigt ihr wäre wohl nicht kompetent genug.
Die Frage ist, was hat die Tatsache, dass ich mich in der Arbeit nicht schminke mit meiner Kompetenz zu tun?

? Guten Tag und Auf Wiedersehen sind keine Höflichkeitsfloskeln und Ignoranz keine Ausrede

Guten Tag und ähnliches sage ich mehrmals täglich. Wohl ca. 1000 mal am Tag. Wie oft ich es aus anderer Leute Mund hören kann ist allerdings an meinen Händen und an denen meiner Kollegen abzählen.
Ignoranz ist hierbei natürlich die beste Lösung. Leises, falsches Singen, nerviges, lautes Summen, Musik hören oder einfach nichts sagen. So zu tun als würde man die Welt nicht wahrnehmen, dabei seine Mitmenschen in den Wahnsinn zu treiben, denn es treibt einen in den Wahnsinn 3 Minuten lang eintöniges rumgesumme von einem unmusikalischen Menschen zu ertragen, bedeutet natürlich auch nicht mit ihnen reden zu müssen.

? Entscheiden = Freude³ und zum Schlafen sind Betten da

Ich sitze in meiner Kasse, das Laufband ist leer an der Kasse stehen 5 Personen. Seltsam aber warum ist das Laufband leer? An erster Stelle steht eine Dame und schläft mit geöffneten Augen. Starrt auf das Laufband und wartet auf die Heinzelmännchen damit sie kommen und ihren Wagen ausräumen. Ein leises Räuspern reißt die Dame aus dem Schlaf, die in Zeitlupe ihre Ware auf das Laufband türmt. Kreuz und Quer, unsortiert und schief wie der Turm in Pisa. Eine Bewegung des Laufbands und die Hälfte der Ware dekoriert den Boden.
“Guten Tag. Eine Tüte dazu?” Niemals hätte ich mit einer Antwort gerechnet, warte aber trotzdem ein paar Sekunden. Erst erneutes Fragen bringt die Kundin dazu zu sagen “Vielleicht. Naja.” Auch das Fragen nach der Rechnung entlockt ihr nur ein “Ich weiß nicht”, worauf ich die Rechnung entsorge. Selbstverständlich kommt genau diese Kundin 30 Sekunden später auf die Idee, dass die Rechnung doch nicht schlecht wäre und will diese selbstverständlich sofort haben.

? Seifenoper inklusive. Bitte, keine falsche Scham

Telefonieren. Lauthals im Laden, an der Kasse. Wer schläft mit wem, wer hat wen betrogen, wer war gestern betrunken und wer hat heute was gegessen. Bis ins kleinste Detail kenne ich mindestens das Leben von 2-3 Kunden und ihren Freunden.
Danke für die Unterhaltung, aber wen interessiert das denn?

? Verkäufer sind auch nur Menschen und Kunden gottgleich

Verkäufer sind scheinbar unmenschlich, denn Fehler machen ist unnatürlich und unverzeihlich, denn Kunden machen schliesslich auch keine. Heruntergefallene Gläser, Beschwerden wegen einer korrekten Rechnung, Umtausch, sind keine Fehler, dass ist Schicksal, das muss verziehen werden, am besten noch mit einem Lächeln “Danke das sie die Zeit verschwendet haben die ich dazu gebraucht hätte um meine Arbeit zu erledigen, die ich jetzt nicht erledigen kann, weswegen ich mich vor meinem Chef rechtfertigen muss”
Allerdings ist es nicht zu entschuldigen wenn man nach 7 Stunden kassieren 20 Cent zu wenig retour gibt oder wenn das Katzenstreu im Regal leer ist und man eine halbe Minute auf Nachschub warten muss.

? Verständlichkeitsinompetenz oder warum gibt es für sowas kein Wörterbuch

Wir schließen in wenigen Minuten ist kein Versuch dem Kunden zu sagen, dass er sich noch wenige Minuten umsehen kann um sich dann langsam schlendernd zur Kasse zu bewegen, sondern eine Aufforderung die Kasse aufzusuchen damit der Laden rechtzeitig schließen kann. Denn anders als die meisten denken werden wir für die Zeit die wir nach dem Schließen verbrauchen nicht bezahlt. Diese kleine und andere Verständlichkeitsprobleme habe ich täglich. Auch das Auftreten in Zivil in meinem eigenen Laden bedeutet nicht, dass ich selbstverständlich für jedermann jederzeit da bin, sondern, dass ich gerade Mittagspause/Feierabend habe und gerne noch etwas kaufen möchte. Für Kunden natürlich nicht. Zivilklamotten sind nur eine Gelegenheit zu fragen “Sie sind doch von hier?”

? Geduld ist eine Tugend und Zeit Geld

Oft am Tag höre ich den Ausruf “KASSA”. Bitte ist selten Bestandteil dieses herausgwürgten Wortes das signalisieren soll, das eine ungeduldige Kundin bei der Kasse keine 2 Sekunden warten kann bis sich die Kollegin vom Regal an dem sie schlichtet zur Kasse bewegt hat. Rollschuhe sollten wir haben. Oft wird dieser Ausruf schon am Weg zur Kasse verwendet ohne sich davon überzeugt zu haben ob sich jemand an selbiger befindet.
Angeschrien wird keiner gerne, aber das der Ausruf in unmittelbarer nähe, in einem möglichst genervten Tonfall um die Dringlichkeit zu signalisieren und möglichst laut aber auch kurz und schrill um Aufmerksamkeit zu erregen aber sich nicht zu sehr anstrengen zu müssen, gibt einem einfach nur das Gefühl gibt gerügt zu werden, angeschrien, sogar herablassend behandelt zu werden, daran denkt keiner, denn schließlich will man ja so schnell wie möglich wieder aus dem Laden in dem man sich seit 30 Minuten freiwillig befindet.

Unbewusst oder nicht, ein bisschen weniger Egoismus würde den wenigsten schaden, denn wer denkt schon, dass eine Verkaufskraft sich oft 10 Stunden am Tag quälen muss mit Menschen die die einfachsten Dinge verlernt zu haben scheinen. Viele Beschwerden wären hinfällig, wenn man sich ein paar Gedanken machen würde, nicht alles als selbstverständlich sehen und jedem wenigstens ein bisschen Höflichkeit entgegen bringen würde.
Ein Lächeln ist in der heutigen Zeit viel wert. Vielleicht entscheidet irgendjemand sich ja beim nächsten Einkauf ein bisschen nachzudenken, seine schlechte Laune nicht an Menschen auszulassen die sich nicht wehren dürfen und ihnen mit ein bisschen Höflichkeit ein echtes Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, in einem Alltag der schwerer ist als andere sich das vorstellen können.

?milktea

13 Antworten auf “Das Verhalten der Großstädter im Supermarktdschungel.”

  1. Oh Mann… Wenn man das so aus der “anderen Perspektive” liest, versteht man gleich noch besser, warum viele Frauen an Kassen einen erst mal erstaunt angucken, wenn man sie breit anstrahlt. Und es macht noch mehr Spaß! :D

  2. wahre Worte… Wahre, wahre Worte…

    …und ich kann mich Penny nur anschließen, es ist kein Wunder, wenn man mit großen Augen erstaunte Blicke erntet, wenn man eine/n Kassierer/in freundlich begrüßt, sich bedankt und anschließend einen schönen Rest-Arbeitstag wünscht.

  3. Du hast mir wirklich aus dem Herzen gesprochen! Ich arbeite selber im Einzelhandel, bei einem Unternehmen das gerade in einem Insolvenzverfahren (auf Grund dessen, muss man sich schon einiges gefallen lassen!) steckt und es ist wirklich haar genau so. Danke für diesen tollen Post!!!

  4. Oh man, manche Menschen sind echte Arschis.

    Mich (als Kunden) nerven solche dämlichen Menschen auch immer…
    Und ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum man so herablassend sein muss…
    *seufs*

    Lass dich nicht unterkriegen! :)

    Ich hab dich lieb! *knutschi*

  5. Oh Milktea, Du schreibst mir aus der Seele. Solche Kunden habe ich auch schon mehrmals genossen. Kunden die scheinbar nicht reden können, die mir die Kasse mit Kassenzetteln und anderem Müll dekorieren, die um 21:59 Uhr – um 22:00 Uhr ist Geschäftsschluß – noch mit ihrem Wocheneinkauf an die Kasse schlendern und Kunden, die immer fürchten ich _tippe_ die Preise falsch ein – an einer Scannerkasse wohlgemerkt.

    Zum Glück sind diese Kunden zumindest bei mir in der Unterzahl. Ich habe sogar kunden, die extra zu mir kommen, wenn sie sehen, daß ich Dienst habe.

  6. Ja, so ein “Entschuldigung, haben Sie…?” würd ich auch gern mal hören. Bei uns heißt das “Hallo!” (aber nicht zur Begrüßung, sondern als “Hey du da, ICH brauch was!”)
    Milktea, dankeschön!
    (Und jetz weiß ich endlich, als was du arbeitest… :))

  7. try.fail.repeat sagt:
    9 September, 2009 um 21:23

    gott, kunden können so schrecklich sein… ich verstehe dich voll und ganz!
    am besten dann dieses an die kasse kommen und fragen “wäscheleinen?” -.-
    es gibt ja tatsächlich sogar ein ganzes buch zum thema, geschrieben von einer entnervten kassiererin aus frankreich (glaub ich ^^)
    *stöber*
    tadaaa:
    http://www.amazon.de/Die-Leiden-einer-jungen-Kassiererin/dp/3570501078/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1252527655&sr=8-1
    ist super empfehlenswert und ich finde, wenn man/frau weiß, dass man/sie nicht alleine leidet, fällt die arbeit auch gleich viel leichter ;)
    liebe grüße

  8. Hihi, ich glaube ich bin der Traum aller Verkäuferinnen XD Ich stehe geduldig an Kassen und schreie auch in Bipa/Dm nicht herum wenn niemand kommt. Wenn dann eine Verkäuferin ganz besorgt angelaufen kommt (weil sie mich entdeckt hat) entschuldigen sich die immer total ängstlich.. was sollte ich tun, sie anbrüllen? O_O
    Sind aber meistens doch beruhigt wenn ich einfach nur lächle und “Ist schon okay” sage. Ich habs sehr selten eilig wenn ich einkaufen gehe und sehs auch nicht ein mich selbst so zu hetzen XD also auch meine Mitmenschen nicht.
    Hum. Finds auch echt heftig was du so erzählst, obwohl ich es auch ständig von anderen Kunden miterlebe >__< erst letztens stand ich im Billa an, die Schlange umfasste ungefähr 8 Personen… ein Mann “Zweite Kassa!!!”. Die Verkäuferin hat auch brav nach einer Kollegin geläutet und die kam dann… letztendlich war der Mann gerade an der Kassa mit bezahlen fertig als ich auch schon vorn bei “meiner” Kassa stand und vor mir waren noch 5 Leute gewesen…
    ja hat sich ausgezahlt… hinter mir war dann nämlich niemand mehr XD

  9. Also ich muss sagen, es war sehr interessant die Verkäufer-Perspektive zu lesen und auch ich kann mich Penny nur anschließen. ^^

  10. Oh man.

    ich habe mir das jetzt alles durchgelesen und war echt erschrocken, was es denn für blödmänner/frauen da draußen gibt oO

    wobei ich zu meiner schande gestehen muss, dass ich manchmal wirklich die musik zu laut in den Ohren hab und gar nicht mitbekomme, wenn mich wer begrüßt / anspricht *schäm
    ich werde in zukunft einen ohrstöpsel raus machen und alle freundlich zurück grüßen :)

    lg palan

  11. Hey Milky,

    Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass es : Verständlichkeitsinkompetenz heißt. ^^
    Aber mein lieber Brotbackautomat! Sowas hab ich auch Jahre an der Kasse mitgemacht, ich weiß wie es ist, in so einem Job. Nur bei Dir ist es wirklich sehr viel schlimmer als ich anfangs befürchtet hatte.
    Fühl dich mal gedrückt.
    Und ich bewundere Dich dafür, dass du so ein toller Mensch bist.
    Fühl dich erneut gedrückt.
    Wäre gerne mit dir befreundet, aber ich möchte mich ja nicht aufdrängen oder so. >.<
    Ich mag dein Loli-Tick. o/ *freu* ^.^v

  12. Fionnaghal sagt:
    16 Oktober, 2009 um 00:31

    Ich musste doch sehr lachen und grinsen.
    Schön, dass die Leute nicht nur in einem Bahnhofssupermarkt Ostdeutschlands gern so unhöflich sind. Obwohl, SO unhöflich dann auch wieder nicht. (Ganz abgesehen davon, dass ich es furchtbar faszinierend finde, dass “Kasse” in Österreich “Kassa” heißt! <3)
    Aber ich merke auch, dass die Kunden zu mir ganz anders sind, als zu meinen Kollegen. Kann daran liegen, dass ich echt ein Permanentlächeln präsentiere und anscheinend den Leuten das Gefühl gebe, sie lägen mir persönlich am Herzen. Ist halt ein Unterschied, wenn man statt gar nichts “Hallo!” sagt oder “Auf wiedersehen!” statt “Tschüss!”. XD Eine ältere Dame hat sich sogar mal sehr darüber gefreut, dass ich Auf wiedersehen gesagt habe und nicht Tschüss. o_O Aber ich mag nicht gern “Guten Tag” sagen, das ist schon wieder zu distanziert. ^^;
    Wenn Zeit ist auch ein paar nette Worte wechseln, einer Dame mit gebrochenem Arm die Waren in die Tüte einräumen (hat sich keiner drüber beschwert, fand ich toll!), den Rollifahrern Türen öffnen und den Einkauf in den Rucksack räumen (obwohl eben jene Rollifahrer meist die unhöflichsten Kunden sind. Vermutlich weil sie mit ihrem Schicksal hadern, darum sag ich da auch nix. Letztens hat mir eine Stammkundin, die sonst immer nicht redet, mir sogar zugewunken! <3) Ist wirklich faszinierend, was einfaches Lächeln und Freundlichkeit bewirkt. *staun*

  13. Little cashier sagt:
    23 Juli, 2010 um 08:52

    ja es ist wirklich nett auch mal ein “guten tag, bitte, danke, schönen Tag wünsche ich noch” zu hören, wenn man bedenkt das die kassierinnen von 6 bishin zu 12 stunden am tag an ihrem ARBEITSPLATZ sitzen/stehen.
    leider ist das schon zur seltenheit geworden, abgesehen davon das man der lästigen Kassierin ohnehin nicht zuhört…
    die kassierin hört jedoch den ganzen tag das gejammer über das wetter, wie heiß es nicht ist aber nächste woche solls um 10 grad kühler sein was natürlich viiiel zu kalt ist… ich selbst kann dazu meist wenig sagen da ich den ganzen tag im nicht klimatisierten geschäft arbeite und leider nicht draußen sein kann und das schöne wetter genießen. aber im geschäft ist es ja ohnehin ach so kühl und wir habens ohnehin viel besser hier drinnen. das ich aber bei den temperaturen im geschäft auch noch arbeite und meine nicht gerade sommerliche dienstkleidung trage ist hierbei egal!
    das phänomen der obstwaage…”ich habe keine nummer gesehen, das war keine waage, ach das muss ich selbst abwiegen in allen anderen geschäften wird das bei der kasse gemacht”….mal abgesehen davon das in der obst-Gemüseabteilung mind. 3 waagen stehen sind diese sogar mit BILDERN versehen sodas man sich nichteinmal die nummern merken muss nichts destotrotz muss ich als kassierin dann durch den markt laufen um alles abzuwiegen und mir dann anhören wie lange man an der kasse warten muss….
    vergleicht man das geschehen an der kasse mit dem in einem büro würde man sehen das sich der selbeA kunde in einem büro nicht so unhöflich aufführen würde. denn er würde sicher nicht telefonieren während der gegenüber versucht ihm etwas mitzuteilen noch würde er sich (schon fast selbstverständlich )an allem was auf dem schreibtisch liegt vergreifen und versuchen es mitzunehmen auch wenn es eig etwas kostet.
    nun ja ich würde mir manchmal wünschen das die kunden besser über den druck im einzelhandel bescheiwüssten und allen mitarbeiten egal ob bei billa, penny, merkur, bipa,adeg oder sonst wo mehr respekt entgegenbringen würden.
    Lg an alle

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