milktea bliss

Bentotime

Wie weide ich ein Stofftier aus. TUT.

Viele oder weniger viele von den verehrten Lesern wissen, dass Milktea eine echte Bärentöterin ist.
Aufgeschnitten, ausgeweidet, mit einem Reißverschluss versehen, gebe ich Bärchen eine neue Bestimmung indem ich ihnen mit meinen alltäglichen Gegenständen den Bauch fülle. Geldbeutel, Schlüssel, Hime Den, alles hat Platz in der Rund-um-Knuddeligen Welt der Bärchenhandtasche.

Viele oder weniger viele von den veehrten Lesern werden sich jetzt fragen: Geht das denn nur mit Bärchen? Natürlich nicht. Jedes andere Wesen kann zweckentfremdet werden und wer ein Auge offen hat findet auch hier und da eines das besonders geeignet ist für so eine Greueltat.
So habe ich gestern auf meinem täglichen Einkaufsbummel, kurz in einem Laden vorbeigesehen, der nicht nur Papierwaren verkauft sondern auch jede Menge Deko und anderen Kram. Und da lag es. Das Einhorn meiner Träume. Richtige Größe, Richtige Farbe, der Preis war ein bisschen astronomisch dafür, dass ich es töten werden, aber ich habe mich überwunden, denn wer hat schon eine Einhornhandtasche.

Und da ich mein Wissen gerne teile. Hier die ultimative Anleitung zum Erstellen einer Handtasche die mehr als nur eine Handtasche ist.

Bedarf:

? Kuscheltier der richtigen Größe mit großem Bauch
? Reißverschluss der richtigen Länge (Rückenlänge)
? Kordel, Kette, Band für den Träger in gewünschter Länge
? Satinbänder, Knöpfe, Perlen zum Verziehren (optional)

Schritt 1 – Das finden des richtigen Tieres:

Kuscheltiere sind überall zu finden. Spielwarenläden, Möbelhäuser, Ramschläden, Flohmärkte, Dachboden, junge Verwandte die nicht petzen ;)

Mein Lieblingsplatz dafür sind Flohmärkte, die Auswahl ist groß und man kann unter Umständen hübsche, große Kuscheltiere für “ein paar Euro” ergattern. Mein Bärchen war ein hart ergatterter Fund bei dem ich ziemlich feilschen musste. Beim feilschen helfen ein niedliches Lolita Kleid, ein süßer Dackelblick, eine bereitgehaltene Münze und ein “Büüüüütteeee” an der richtigen Stelle.
Spielwarenläden sind vergleichsweise teuer, dafür sind die Tiere neu. Man kann sich sicher sein, dass kein Kind reingesabbert hat und kein Hund *hust* was auch immer.
Möbelhäuser haben den Vorteil, dass die meisten Tierchen billig sind, aber die falsche Größe haben und die Auswahl klein ist.

Mein Einhorn hier hat knappe 10 Euro gekostet, der Bär 3 Euro.

Schritt 2 – Das Öffnen der Rückennaht:

Ob am Rücken oder am Bauch, wo immer ihr wollt das sich die Öffnung eurer Tasche befindet.
Im Prinzip gibt es 2 sinnvolle Möglichkeiten für eine Taschenöffnung, 1. leicht zugänglich, 2. schwer erreichbar. Ersteres ist von Vorteil wenn man schnell an seine Sachen kommen will, Zweiteres ist sinnvoll wenn man verhindern will, dass einem die Tasche ausgeräumt wird.
Das finden der Rückennaht ist etwas kniffelig, aber wenn man sie mal gefunden hat sind Kuscheltiere meist nur mit ein paar Stichen genäht die sich bequem entfernen lassen.

Schritt 3 – Das Ausweiden und Füllen:

Jetzt muss die Füllwatte raus. Natürlich nicht aus den Beinen und aus dem Kopf. Sollte euer Tierchen einen Schwanz haben der gefüllt ist, sollte auch der gefüllt bleiben. Zunähen der Gliedmaßen ist nicht notwendig, kann aber gemacht werden, wenn man Spass daran hat.
Gefüllt wird das liebe Tierchen trotzdem, weil transportieren will man ja auch was drinnen. Am besten dafür eignet sich ein Stoffrest in der passenden Farbe. Ich habe hier 2 Rechtecke ausgeschnitten, die ein bisschen größer waren als der eigentliche Stauraum und habe sie mit der Hand zusammengenäht.
Bei der “Anprobe” merkt man sofort ob man ein bisschen zu großzügig war (so wie ich).

Schritt 4 – Das Festnähen:

Danach muss das Futter festgenäht werden. Mit der Hand tu ich mir am Leichtesten, solltet ihr es mit der Maschine machen wollen, dann ist es mir auch recht. Wo ich zu großzügig war habe ich den Stoff etwas gerafft, da beim Kopf so und so noch ein bisschen mehr Platz nach Innen war.
Das festnähen ist eigentlich mit ein paar Stichen erledigt, da man nachher so und so noch den Reißverschluss einnähen muss und bei dem ein bisschen gründlicher sein sollte. Solltet ihr den Reißverschluß lieber zwischen Futter und Plüsch haben wollen, dann solltet ihr zuerst den Reißverschluss und dann das Futter einnähen.
Ich habe es in diesem Fall andersrum gemacht.

Schritt 5: Das Einnähen:

Reißverschluss einnähen funktioniert genauso wie das Futter einnähen. Solltet ihr euch unsicher sein, dann könnt ihr den RV auch vorher feststecken und dann festnähen. Auch die Schlaufen solltet ihr einnähen wenn ihr Schlaufen wollt. Der Vorteil ist, dass man im Nachhinein lange oder kurze Träger dran machen kann.
Bei dem Bären habe ich Ösen in die Ohren geschlagen und da Träger angebracht.
Im Prinzip könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen :)

Wer will kann die Handtasche dann auch noch verziehren. Haarschleifen, Kleidung, Buttons, was auch immer das kreative Herz begehrt.

Und jetzt sagt mal ehrlich, wer will keine Einhornhandtasche :D

?milktea

Cat – I’m a Kitty-Cat

and I dance, dance, dance and sing and laugh. Kitties just wanna have fun. ;)

Das zehnte, mein erstes, sicher nicht mein letztes Gothic Lolita Treffen.
Danke, dass ich Teil davon sein durfte, ich hatte so viel Spass wie noch nie.

Entschieden hab ich mich für meinen Gambling-Kitty-Jumper Skirt mit meiner H&M Lacktasche und den passenden Lackschuhen.

Danke!

?milktea

Das Verhalten der Großstädter im Supermarktdschungel.

“Gebrauchsanweisung für Konsumenten” oder machen sich Menschen das Leben schwer um sich dann darüber beschweren zu können?

Fast 10 Jahre arbeite ich jetzt mehr oder weniger, Voll oder Teilzeit in größeren und kleineren Läden. Kaum zu glauben ist es, dass die Menschen überall gleich sind. Überall machen sich die Kunden das Einkaufen täglich zu einem Höllentrip für den es nur einen Schuldigen geben kann, die Dame hinterm Tresen.
Mehrere Beschwerden über Mitarbeiter am Tag sind für mich keine Seltenheit und ganz selten verstehe ich die Aufregung des Kunden und viel mehr den meiner Kollegen. Warum machen es sich die Kunden selbst schwer?


Supermarkt in den 50ern von Roadsidepictures

? Kassen sind zum Zahlen da und Mülleimer für Müll

Eine Kasse ist kein Mülleimer oder eine Garage. Keiner würde auf die Idee kommen auf eine fremde Türmatte einer Wohnung seinen Müll abzustellen, aber eine Kasse muss in dieser Hinsicht einiges aushalten. Je nach Tageszeit ist sie nämlich Mülleimer für Pappbecher der örtlichen Bäckerei, Umschlagplatz für Essenverpackungen oder leere Eisbecher des nahe gelegenen Eissalons. Keiner würde auf die Idee kommen mal einen vollen Eisbecher vorbei zu bringen. Auch Verpackungen der gerade gekauften Artikel sind ein beliebter Dekorationsgegenstand oder Kassenbons die man nicht haben möchte. Man müsste ja auch einfach nur sagen, dass man sie nicht braucht.
Auch Regenschirmständer sind beliebte Mülleimer. Um den Müll zu dezimieren habe ich als erstes probiert ein Schild an den Schirmständer zu bringen auf dem Regenschirm stand, danach ein Regenschirm aufgemalt war und danach einen Schirm hinein platziert. Selbst die Tatsache, dass in dem Schirmständer ein Schirm steht, bedeutet für Kunden scheinbar Mülleimer.

? Zauberworte lassen Magie entstehen und Gespräche beenden

Ich stehe in einer Drogerie in der Schlange an der Kasse. Vor mir eine Mutter und ihr Kind im Einkaufswagen. “kleines Sackerl” schreit das Kind. “Wie heisst das Zauberwort? … Biiittee” rügt die Mutter. Die Dame an der Kasse fragt “Ein Sackerl dazu” – Die Mutter “JA”. Aber wo bleibt denn das Bitte das sie ihrem Kind vor 2 Sekunden noch unbedingt aufdrängen wollte.
Ja, bitte und Nein, danke?. Nicht nur wenn etwas angeboten wird, sondern auch wenn der Kunde etwas möchte. Schutzlos mitten im Gang wird auf einen eingestürmt “WO HABEN SIE XYZ!” Zu viel Zeit würde ein “Entschuldigen Sie bitte” beanspruchen. Und wenn die Verkäuferin sich dann entschieden hat endlich zu reagieren, weil sie doch etwas perplex von dem plötzlichen lauten Angriff war und den Artikelstandort beschrieben hat, ist ein “Danke” natürlich nicht die erste Wahl. “OK”, “JA”, “WO?” sind die beliebtesten Antworten auf eine Hilfestellung.
Allerdings ist es durchaus üblich eine Verkäuferin mit Danke zum Schweigen zu bringen. Fragt man nämlich nach einem Artikel und die Auswahl ist groß, dann gibt es doch ab und an mal eine Verkäuferin die es sich erlaubt zu beschreiben worin sich die Artikel unterscheiden. “DANKE” in einem unangenehmen Ton, zeigt der Verkäuferin hier, dass Beratung unerwünscht ist. Allerdings verwette ich mein linkes Ohr, dass besagte Kundin genau dann eine Beratung will, wenn sie keine bekommt.

? Am Aussehen misst man keine Kompetenz

Sie benutzen keine Wimperntusche also können Sie mir auch keine empfehlen.
Die Tatsache das ich bei einer Beratung für eine Wimperntusche keine Wimperntusche getragen habe bedeutete, dass ich keine Wimperntusche empfehlen kann. Das ich selbst zu Hause 10 verschiedene Wimperntuschen habe bedeutet in dem Fall nichts, denn mein Aussehen zeigt ihr wäre wohl nicht kompetent genug.
Die Frage ist, was hat die Tatsache, dass ich mich in der Arbeit nicht schminke mit meiner Kompetenz zu tun?

? Guten Tag und Auf Wiedersehen sind keine Höflichkeitsfloskeln und Ignoranz keine Ausrede

Guten Tag und ähnliches sage ich mehrmals täglich. Wohl ca. 1000 mal am Tag. Wie oft ich es aus anderer Leute Mund hören kann ist allerdings an meinen Händen und an denen meiner Kollegen abzählen.
Ignoranz ist hierbei natürlich die beste Lösung. Leises, falsches Singen, nerviges, lautes Summen, Musik hören oder einfach nichts sagen. So zu tun als würde man die Welt nicht wahrnehmen, dabei seine Mitmenschen in den Wahnsinn zu treiben, denn es treibt einen in den Wahnsinn 3 Minuten lang eintöniges rumgesumme von einem unmusikalischen Menschen zu ertragen, bedeutet natürlich auch nicht mit ihnen reden zu müssen.

? Entscheiden = Freude³ und zum Schlafen sind Betten da

Ich sitze in meiner Kasse, das Laufband ist leer an der Kasse stehen 5 Personen. Seltsam aber warum ist das Laufband leer? An erster Stelle steht eine Dame und schläft mit geöffneten Augen. Starrt auf das Laufband und wartet auf die Heinzelmännchen damit sie kommen und ihren Wagen ausräumen. Ein leises Räuspern reißt die Dame aus dem Schlaf, die in Zeitlupe ihre Ware auf das Laufband türmt. Kreuz und Quer, unsortiert und schief wie der Turm in Pisa. Eine Bewegung des Laufbands und die Hälfte der Ware dekoriert den Boden.
“Guten Tag. Eine Tüte dazu?” Niemals hätte ich mit einer Antwort gerechnet, warte aber trotzdem ein paar Sekunden. Erst erneutes Fragen bringt die Kundin dazu zu sagen “Vielleicht. Naja.” Auch das Fragen nach der Rechnung entlockt ihr nur ein “Ich weiß nicht”, worauf ich die Rechnung entsorge. Selbstverständlich kommt genau diese Kundin 30 Sekunden später auf die Idee, dass die Rechnung doch nicht schlecht wäre und will diese selbstverständlich sofort haben.

? Seifenoper inklusive. Bitte, keine falsche Scham

Telefonieren. Lauthals im Laden, an der Kasse. Wer schläft mit wem, wer hat wen betrogen, wer war gestern betrunken und wer hat heute was gegessen. Bis ins kleinste Detail kenne ich mindestens das Leben von 2-3 Kunden und ihren Freunden.
Danke für die Unterhaltung, aber wen interessiert das denn?

? Verkäufer sind auch nur Menschen und Kunden gottgleich

Verkäufer sind scheinbar unmenschlich, denn Fehler machen ist unnatürlich und unverzeihlich, denn Kunden machen schliesslich auch keine. Heruntergefallene Gläser, Beschwerden wegen einer korrekten Rechnung, Umtausch, sind keine Fehler, dass ist Schicksal, das muss verziehen werden, am besten noch mit einem Lächeln “Danke das sie die Zeit verschwendet haben die ich dazu gebraucht hätte um meine Arbeit zu erledigen, die ich jetzt nicht erledigen kann, weswegen ich mich vor meinem Chef rechtfertigen muss”
Allerdings ist es nicht zu entschuldigen wenn man nach 7 Stunden kassieren 20 Cent zu wenig retour gibt oder wenn das Katzenstreu im Regal leer ist und man eine halbe Minute auf Nachschub warten muss.

? Verständlichkeitsinompetenz oder warum gibt es für sowas kein Wörterbuch

Wir schließen in wenigen Minuten ist kein Versuch dem Kunden zu sagen, dass er sich noch wenige Minuten umsehen kann um sich dann langsam schlendernd zur Kasse zu bewegen, sondern eine Aufforderung die Kasse aufzusuchen damit der Laden rechtzeitig schließen kann. Denn anders als die meisten denken werden wir für die Zeit die wir nach dem Schließen verbrauchen nicht bezahlt. Diese kleine und andere Verständlichkeitsprobleme habe ich täglich. Auch das Auftreten in Zivil in meinem eigenen Laden bedeutet nicht, dass ich selbstverständlich für jedermann jederzeit da bin, sondern, dass ich gerade Mittagspause/Feierabend habe und gerne noch etwas kaufen möchte. Für Kunden natürlich nicht. Zivilklamotten sind nur eine Gelegenheit zu fragen “Sie sind doch von hier?”

? Geduld ist eine Tugend und Zeit Geld

Oft am Tag höre ich den Ausruf “KASSA”. Bitte ist selten Bestandteil dieses herausgwürgten Wortes das signalisieren soll, das eine ungeduldige Kundin bei der Kasse keine 2 Sekunden warten kann bis sich die Kollegin vom Regal an dem sie schlichtet zur Kasse bewegt hat. Rollschuhe sollten wir haben. Oft wird dieser Ausruf schon am Weg zur Kasse verwendet ohne sich davon überzeugt zu haben ob sich jemand an selbiger befindet.
Angeschrien wird keiner gerne, aber das der Ausruf in unmittelbarer nähe, in einem möglichst genervten Tonfall um die Dringlichkeit zu signalisieren und möglichst laut aber auch kurz und schrill um Aufmerksamkeit zu erregen aber sich nicht zu sehr anstrengen zu müssen, gibt einem einfach nur das Gefühl gibt gerügt zu werden, angeschrien, sogar herablassend behandelt zu werden, daran denkt keiner, denn schließlich will man ja so schnell wie möglich wieder aus dem Laden in dem man sich seit 30 Minuten freiwillig befindet.

Unbewusst oder nicht, ein bisschen weniger Egoismus würde den wenigsten schaden, denn wer denkt schon, dass eine Verkaufskraft sich oft 10 Stunden am Tag quälen muss mit Menschen die die einfachsten Dinge verlernt zu haben scheinen. Viele Beschwerden wären hinfällig, wenn man sich ein paar Gedanken machen würde, nicht alles als selbstverständlich sehen und jedem wenigstens ein bisschen Höflichkeit entgegen bringen würde.
Ein Lächeln ist in der heutigen Zeit viel wert. Vielleicht entscheidet irgendjemand sich ja beim nächsten Einkauf ein bisschen nachzudenken, seine schlechte Laune nicht an Menschen auszulassen die sich nicht wehren dürfen und ihnen mit ein bisschen Höflichkeit ein echtes Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, in einem Alltag der schwerer ist als andere sich das vorstellen können.

?milktea

Lolita Berry Jam.

Ich spüre wie der Herbst sich anschleicht und mit seinem Finger an meine Schulter tippt. Grund genug die letzten heißen Tage zu nutzen um sich Kleidung anzuziehen in der einem eigentlich viel zu heiß ist.
Erdbeermarmelade.

Rock + Haarschleife: milktea
Bluse: s.Oliver Ready Made
Strohtasche: Fabrizio
Socken: H&M
Schuhe: Keds

?milktea